Schulen und Turnhallen


Periodische Prüfung der Geräteausstattung für Turnhallen

Betroffen sind alle Erhalter von Sportstätten, also Gemeinden, Schulen, Vereine, Verbände, sonstige Ausbildungseinrichtungen, Betreiber von Sportstätten (z.B. über eine Errichtungs- und Erhaltungsgesellschaft). Grundsätzlich haftet jene (juristische oder natürliche) Person für einen sicheren Betrieb und Benutzung, die ein Gerät in den Verkehr bringt, oder auch jene Person, die nicht verhindert, dass unsichere Geräte benutzt werden können (Verkehrssicherungspflicht).


Die periodisch durchzuführende Überprüfung von Turnhallen und Sportstätten im weiteren Sinn umfasst den sicherheitstechnischen Check der einzelnen Geräte in form einer Sicht- und Funktionsprüfung, ein Durchsehen der einzelnen Teile auf Bruch, Abnützung, Vandalismus, Wartungserfordernisse, gegebenenfalls auch im Hinblick auf geänderte Nutzungsbestimmungen und neue Normen.

Anmerkung: grundsätzlich sind die Prüfungen nach den Vorschriften durchzuführen, die zum Zeitpunkt der Errichtung der Anlage gegolten haben. Es gibt aber begründete Ausnahmen, z.B. aufgrund bekannt gewordener Unfälle, Änderungen der Anforderungen an Geräte etc.


Die einschlägigen Normen (ÖNORM B 2609 – Geräteausstattung für Turnhallen u.a.) sowie Vorschriften der Landesschulräte verlangen die periodische Prüfung. Auch die Forderungen der AUVA und anderer Versicherer gehen in diese Richtung. In einzelnen Fällen (gewerblich betriebene Sportanlagen) kann § 82b der Gewerbeordnung eine periodische Überprüfung verlangen.

Die ÖNORMEN stellen eine "Regel der Technik" dar, und es ist ratsam, diese zu beachten. Bundes- und Landesstellen sind normalerweise verpflichtet, die in Österreich geltenden Normen einzuhalten.