LKW-Fahrverbote in Wien und Niederösterreich - abhängig von den jeweiligen Euro-Abgasklassen

§ 57a Prüfstellen können Abgasklassenplaketten ausgeben

Ab 1. Juli 2014 wird in Wien und im Osten von NÖ das LKW-Fahrverbot für LKW verschärft!

Dies betrifft Lkw und Sattelzugfahrzeuge aller Gewichtsklassen mit einem Euro-1-Motor, die bis 1995 - 1997 zugelassen werden durften. Ab 1. Jänner 2016 werden auch Fahrten mit Euro 2-Lkw und -Sattelzugfahrzeugen verboten sein. Diese durften bis 1999 - 2001 zugelassen werden. Generelle Ausnahmen, wie sie derzeit gelten, wird es nur mehr für Lkw mit teuren Spezialaufbauten geben. Welche LKW darunter fallen, wird derzeit noch verhandelt.

§ 57a Prüfstellen können Abgasklassenplaketten ausgeben

Auf der Website der KFZ Innung www.kraftfahrzeugtechniker.at finden Sie unter http://www.kraftfahrzeugtechniker.at/fahrzeugueberpruefung aktuelle Informationen zu Abgasklassenkennzeichnung, Fahrverbotsregelungen für Fahrzeuge der Klasse N sowie die Ausfolgung/Anbringung von Plaketten durch Befugte.

Bei bereits zugelassenen Fahrzeugen sind die gemäß § 57a KFG 1967 ermächtigten Stellen zur Ausfolgung und Anbringung der Plakette berechtigt.

Informationsportal mit Plakettenbestellmöglichkeit: http://www.akkp.at

Vom LKW-Fahrverbot gibt es aber auch Ausnahmen, von denen die wichtigsten sind:

 

Ausnahmen für den Werkverkehr:

Unternehmen, die im Werkverkehr (Handel, Gewerbe, Industrie, Tourismus etc.) unterwegs sind, können eine Ausnahme vom LKW-Fahrverbot erhalten, wenn sie alle folgenden

Voraussetzungen erfüllen:

• Werkverkehr (Beförderung eigener Waren durch eigenen Fahrer mit eigenem LKW von der Firma und zur Firma)

• Die LKW-Flotte der Firma umfasst maximal 4 LKW

• Die LKW, für die eine Ausnahme beantragt werden können, haben max. 12 t höchst zulässiges Gesamtgewicht

• Die LKW, für die eine Ausnahme beantragt werden können, haben Motoren der Abgasklasse Euro 1 oder besser

Die zuständige Behörde hat zu prüfen, ob die oben genannten Voraussetzungen vorliegen und dann eine Ausnahme für jeweils 3 Jahre ausstellen. Die LKW, die eine solche

Ausnahme haben, sind dann neben den Autonummern mit einer (LKW bis 3,5 t hzG vorne) bzw. zwei (LKW über 3,5 t hzG vorne und hinten) runden weißen Tafel/Aufkleber mit den

Buchstaben IG-L zu kennzeichnen, die die Behörde ausgibt. Diese Ausnahme erteilt die Behörde jenes Gebietes, in deren Sprengel die erstmalige Einfahrt in das Sanierungsgebiet

erfolgt bzw. in der die Firma ihren Sitz hat.

 

Eine Ausnahmeregelung wird folgendermaßen beantragt:

Es ist ein Antrag zu stellen und zu erklären, dass max. 4 LKW auf das Unternehmen zugelassen sind.

Beilage: Kopie des Gewerbescheins und der Zulassungsscheine (Wichtig: bei LKW über 3,5 t hzG muss der Werkverkehr in den Zulassungsschein eingetragen sein!)

Behörde in Wien: MA 46 Landesfahrzeugprüfstelle, 1110 Wien, 7.Haidequerstraße 5,

Internet www.wien.gv.at/verkehr/kfz/pruefstelle/

Behörde in NÖ: die jeweilige Bezirkshauptmannschaft.

Kosten der Ausnahme: ca. € 25,- plus Kosten für die Aufkleber (ca. € 2,- bis 5,-)

Erledigung: nach Einreichung aller Unterlagen wird ihnen die MA 46 den Bescheid und die IG-L-Aufkleber zusenden, die sie hinten (bei LKW über 3,5 t hzG auch vorne) neben den

Kennzeichen anbringen müssen. Den Bescheid müssen sie im Auto mitführen.

Infos dazu unter: http://www.akkp.at

 

Weitere übersichtliche Infos im NÖWI Artikel